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Was ist Mukositis
Entstehung einer Mukositis

Die Entstehung einer Mukositis geht häufig mit einer onkologischen Therapie einher. Sie tritt z. B. als Nebenwirkung von Chemo- oder Strahlentherapie auf. Durch diese Therapieformen kann es zu Schleimhautschädigungen kommen, da hierbei auch umliegende, gesunde Zellen angegriffen und Infektionen begünstigt werden. Infektionen können auch bei Patienten entstehen, die mit Immunsuppresiva behandelt werden, da das Immunsystem durch die Therapie geschwächt ist. Die Schleimhaut bietet dann keinen ausreichenden Schutz mehr vor Bakterien, Viren und Pilzen. Bei vielen Patienten ist vor allem der Mundraum betroffen. Darüber hinaus können falsche Ernährungsgewohnheiten oder eine unzureichende Mundhygiene zu einer Mukositis führen.

Entstehung einer Mukositis

Die Mukositis kann z. B. als eine unangenehme bis schmerzhafte Begleiterscheinung der onkologischen Therapie auftreten. Verantwortlich hierfür ist vor allem der Umstand, dass Schleimhäute generell, ähnlich den zu bekämpfenden Tumorzellen, eine hohe Regenerationsrate aufweisen. In besonderem Maße gilt dies für die Mundschleimhaut, die am häufigsten von einer als Nebenwirkung auftretenden Schleimhautentzündung betroffen ist. Bei immunsupprimierten Patienten kann die herabgesetzte Abwehr des Körpers verstärkt zu Infektionen führen, die dann wiederum z. B. Schleimhautentzündungen hervorrufen können.

Wodurch wird die Mukositis z. B. hervorgerufen?

Bei der medikamentösen Behandlung von Krebszellen werden Zytostatika verabreicht, welche unmittelbar in den Zellteilungsvorgang von sich schnell teilenden Zellen eingreifen, und diese an ihrer Vermehrung hindern. Dieser Vorgang ist natürlich bei den entarteten Zellen beabsichtigt, leider macht dieser Prozess vor bestimmten gesunden Zellen, welche ebenfalls eine hohe Zellerneuerungsrate aufweisen, nicht halt. So sind hier ebenfalls Schleimhautzellen, haarbildende Zellen und die blutbildenden Zellen des Knochenmarks betroffen.

Im Falle der Mundschleimhaut wird die Zellschicht an der Oberfläche zerstört, ihre Anzahl vermindert sich nach und nach, bis die Schleimhaut völlig abgebaut ist. Gleichzeitig ist die Neubildung der Zellen in den tiefen Hautschichten beeinträchtigt. Es bilden sich Geschwüre und offene Stellen in der Mundhöhle, welche stark schmerzempfindlich sind, da die Nervenenden ungeschützt sind. Die Schleimhaut kann nun ihre Schutzfunktion nicht mehr ausüben. Die auch in einer gesunden Mundhöhle vorhandenen Bakterien, Viren und Pilze können nun ungehindert in die Schleimhaut eindringen und schwere Infektionen hervorrufen.

Bei der Strahlentherapie entsteht eine Mukositis der Mundschleimhaut vor allem dann, wenn eine Bestrahlung im Kopf- und Halsbereich durchgeführt wird und ist zumeist auf den Ort der Strahlung begrenzt.

Was begünstigt die Entstehung einer Mukositis

Bei einigen Wirkstoffen, welche in der Chemotherapie eingesetzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, eine Mukositis zu erleiden. Zu diesen schleimhautschädigenden Substanzen gehören die Gruppe der Alkylantien (z.B. Cyclophosphamid), die Gruppe der Antimetabolite (z. B. Methotrexat), die Topoisomerasehemmer (z.B. Epirubicin, Etoposid) sowie die Gruppe der Mitosehemmstoffe (z.B. Taxane).

Die Ausprägung und Schwere der Mukositiserkrankung ist auch abhängig von der benötigten Dosierung der Chemotherapie. Je stärker und länger der Einfluss der Zytostatika auf die Schleimhautzellen, desto gravierender fällt auch deren Schädigung aus. Gleiches gilt für eine Mukositis nach der Strahlentherapie. Je stärker die Strahlendosis im Kopf- und Halsbereich, desto größer das Risiko für Schäden an der Mundschleimhaut.

Auch der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, im Falle der oralen Mukositis der Zustand der Mundhöhle, ist hier ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Bei schlechter Mundhygiene und daraus entstehender starker Bakterienbesiedlung ist eine Infektion der schutzlosen Schleimhaut eine häufige Folge. Dies kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn die Abwehr des Patienten durch eine Erkrankung oder eine Therapie geschwächt ist.

Auch die Reizung der Schleimhaut durch bestimmte Ernährungsgewohnheiten (heiß, scharf, sauer) kann zur Entstehung einer Mukositis beitragen.

Nicole Breuer

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Diagnose Mukositis

Bei der Diagnose einer Mukositis bespricht der Arzt mit dem Patienten bestehende Symptome und bereits vorliegende Erkrankungen, um einen möglichen Zusammenhang herstellen zu können. Vor allem das Vorliegen einer Krebserkrankung kann Aufschluss über eine Mukositis geben, da diese eine häufige Nebenwirkung der Krebstherapie darstellt. Die Mukositis kann sowohl im Magen-/Darmbereich als auch in Mund und Nase auftreten. Die Weltgesundheitsorganisation hat die Mukositis in vier Schweregrade eingeteilt, wobei im Stadium 0 keine Mukositis vorliegt und im Stadium 4 bereist schwere Geschwüre und Entzündungen die Nahrungsaufnahme erschweren oder unmöglich machen.

Die Schleimhäute übernehmen verschiedene Aufgaben im Bereich von Nase, Mund, Magen oder Darm. Kommt es zu einer Entzündung der Schleimhaut, spricht man von einer Mukositis. Bei einer Mukositis im Darmbereich haben die Betroffenen häufig mit Durchfall zu tun, während eine Entzündung im Mundraum zu Infektionen führen kann. Neben den Lebensumständen und dem Alter kann auch eine Krebstherapie bei der Entstehung einer Mukositis eine Rolle spielen. So können Chemo- oder Strahlentherapie zu einer Schädigung der umliegenden Schleimhaut führen. Eine immunsupressive Therapie kann das Immunsystem angreifen und somit das Risiko für Infektionen erhöhen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit denen man der Entstehung einer Mukositis vorbeugen kann. Dazu gehört z. B. eine gründliche Mund- und Zahnpflege. Die Verwendung von weichen Zahnbürsten, milder Zahnpasta und Mundspülungen sind von Vorteil, wenn eine Chemotherapie geplant ist. Des Weiteren ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und der Verzicht auf stark gewürzte, säurehaltige Nahrungsmittel empfehlenswert. Betroffene sollten stets darauf achten, genügend Nährstoffe zu sich zu nehmen. Liegt eine Mukositis vor, sollten Speisen möglichst nur lauwarm gegessen und auf kohlesäurehaltige Getränke sollte verzichtet werden, um eine zusätzliche Reizung zu vermeiden.